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Kampf und Krampf - 04.08.2015

JEUNESSE ESCH - PROGRÈS NIEDERKORN 0:0



Dan Elvinger 


Viel Körpereinsatz sahen die Zuschauer gestern auf der „Grenz“ (Foto: Gerry Schmit)



Im letzten Spiel des ersten Spieltags der BGL Ligue trennten sich Jeunesse und Progrès mit einem torlosen Unentschieden. Das Einzige, was man den beiden Mannschaften gestern zugute halten konnte, waren die kämpferische Einstellung und das taktische Verhalten. Spielerisch wurde Magerkost geboten.



Das was die 1.411 Zuschauer vor allem in der ersten Hälfte auf der „Grenz“ geboten bekamen, war wie Spaghetti ohne Soße, wie Bier ohne Alkohol. Schlicht und ergreifend ein leeres Versprechen. Es hätte ein Spitzenspiel werden sollen, doch es endete als Grottenkick. Während Niederkorn noch versuchte, spielerische Lösungen zu finden, machte die Jeunesse hinten dicht und versuchte zunächst, zu zerstören und dann über Konterangriffe zum Ziel zu gelangen. Jeunesse-Trainer Carlo Weis hat es bereits passend im Vorfeld der Saison angedeutet: Der „Balla-balla-Fußball“ ist vorbei. In der ersten Hälfte gab Thill in der 16. den ersten Schuss ab, Rossini sprang dazwischen, doch der Ball ging vorbei. Die Escher standen hinten extrem kompakt, während vorne das Quartett Corral, N’Diaye, Sardaryan und Mé- lisse mit ständigen Positionswechseln versuchte, etwas zu erreichen. Nach einer guten halben Stunde gaben Thill und Menaï Weitschüsse ab, die Oberweis im Jeunesse-Tor jedoch keine Sorgen bereiteten.



Das Spannendste in dieser Phase war noch die Rangelei zwischen Mélisse und Bouzid, die mit einer Verwarnung für beide endete. Nach der Pause wurde das Szenario zunächst nicht besser. In der 57. versuchte es Rossini mit einem Weitschuss, der über das Tor flog. Eine Minute später gab die Jeunesse ihren ersten Torschuss der Partie ab, und der hatte es in sich. Corral wurde in die Tiefe geschickt und prüfte Progrès-Torwart Flauss mit einem platzierten Schuss.



Nun wurde die Partie endlich offener. In der 65. und 67. versuchten es Mélisse und Poinsignon jeweils mit Weitschüssen. Kurz darauf hätte N’Diaye die Führung erzielen können, doch sein Kopfball nach einer Flanke von Mélisse ging knapp vorbei. In der 75. landete ein Einwurf von Corral beim freistehenden Mélisse, der jedoch seinen Meister in Progrès-Tormann Flauss fand.



Beide Mannschaften kämpften und wollten jetzt auch den Sieg einfahren. Doch am Ende erarbeiteten sich weder die Jeunesse noch der Progrès eine weitere Chance. Ein gerechtes Remis.



Auch im Luftkampf ging es zur Sache (Foto: Gerry Schmit)



Trainerstimmen



Carlo Weis (Jeunesse): Wenn wir weiter so agieren, werden wir eine gute Meisterschaft spielen. Die Mannschaft hat Lust gezeigt und wir hätten in der zweiten Hälfte durch Mélisse in Führung gehen können. Es war ein taktisch gutes Spiel mit viel Rhythmus.



Olivier Ciancanelli (Progrès): Ich weiß noch nicht so recht, ob ich zufrieden sein kann. Wir haben das gesamte Spiel dominiert, aber keine Tore geschossen. Am Ende hätten wir sogar noch verlieren können. Ich weiß nicht, ob es schön ist, als Jeunesse eine ganze Saison vor heimischem Publikum nur hinten dicht zu machen.



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JEUNESSE                PROGRÈS



Oberweis                 Flauss



Kintziger                  Ferino



Delgado                   Bouzid



Hoffmann                Dog



Do Rosario              Soares



Menessou                Ramdedovic



Zydko                       (77. Cassan)



Corral                       Garos



N’Diaye                    Menaï



Mélisse                    (65. Bossi)



Sardaryan                S. Thill



(72. Deidda)             Poinsignon



                                 Rossini



                                 (88. Fiorani)



Taktik: 4-2-3-1 Taktik: 4-2-3-1



Schiedsrichter: Bindels - R. Morais,



Mateus



Gelbe Karten: Mélisse, Sardaryan, Zydko



- Garos, Bouzid, Ferino



Beste Spieler: Ferino - Delgado, Mélisse



Zuschauer: 1.411 zahlende



Spieler des Spiels: Ricky Delgado. Der



lange Verteidiger hatte den kopfballstarken



Progrès-Neuzugang Rossini im Griff.



 


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