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Wir haben es in der Hand - 07.07.2015

ADRIEN FERINO Zu den Chancen aufs Weiterkommen des Progrès 



 


© Photo Tageblatt



Aus Dublin berichtet „T“-Mitarbeiter Christophe Junker



„Wir haben es in der Hand“ Adrien Ferino hat mit der Hinspiel-Partie am vergangenen Dienstag in der Europa League gegen die Shamrock Rovers seine dritte Saison beim Progrès in Angriff genommen. Der Sieger der Coupe Gambardella im Jahr 2010 mit dem FC Metz hat demnach den Aufschwung der Niederkorner hautnah miterlebt.



Adrien Ferino hat mit der Hinspiel-Partie am vergangenen Dienstag in der Europa League gegen die Shamrock Rovers seine dritte Saison beim Progrès in Angriff genommen. Der Sieger der Coupe Gambardella im Jahr 2010 mit dem FC Metz hat demnach den Aufschwung der Niederkorner hautnah miterlebt



 





Tageblatt: Wie geht ihr das Rückspiel gegen Shamrock an?


 





Adrien Ferino: Das, was der Klub in den beiden letzten Jahren erlebt hat – vor zwei Jahren noch Relegation und jetzt spielen wir im Europapokal –, ist fantastisch. Zudem sind unsere Chancen, uns für die zweite Runde zu qualifizieren, real. Wir sind nicht besser als unser Gegner, er ist uns aber auch nicht überlegen.


 





Was wird den Unterschied ausmachen?


 





Kleine Details werden es sein und das Team, das entschlossener auftritt, wird im Vorteil sein. So wie im Hinspiel, als wir nach einer Viertelstunde deutlich besser im Spiel waren und gezeigt haben, dass wir sie unter Druck setzen konnten. Lag das am Wetter oder daran, dass sie auswärts antraten, ich weiß es nicht.


 





Hegst du irgendwelche Befürcht


 





Dass unser Gegner nach seinem „non-match“ im Hinspiel diesmal vor den eigenen Fans und bei diesen typischen Wetterverhältnissen anders auftreten wird. Vielleicht werden sie uns mehr unter Druck setzen, vielleicht wird uns das Leben schwerer gemacht werden.


 





Hat Shamrock euch im Hinspiel vielleicht unterschätzt?


 





Das denke ich nicht. Sie kamen mir irgendwie nicht entschlossen genug rüber. Wir hatten eigentlich mit viel mehr gegnerischem Druck gerechnet. Als ich dann kurz vor der Pause eingewechselt wurde, war ich positiv von uns überrascht.


 





 





Die Leistungsdichte beim Progrès ist deutlich größer geworden, auch für dich ist es schwerer geworden, in der ersten Elf zu stehen.


 





Das stimmt. Ich hatte auch gehofft, das Hinspiel gegen Shamrock von Beginn an zu spielen. Der Klub hegt Ambitionen und hat sich daher in allen Bereichen – ob offensiv oder defensiv – verstärkt. Ich muss mich anpassen. In der Innenverteidigung setzt der Coach auf zwei groß gewachsene Profis, für mich wird es auf dieser Position immer schwerer. Also muss ich als gelernter Rechtsverteidiger versuchen, mich nun dort festzuspielen.


 





Die Mannschaft scheint sehr locker drauf zu sein. Keine Angst, dass morgen für das Rückspiel vielleicht die allerletzte Konzentration fehlen wird?


 





Nein, diese familiäre Atmosphäre hat den Progrès in den letzten Jahren ausgezeichnet. Mit Spielern wie Olivier Cassan, Ismael Bouzid und noch einigen anderen wird spätestens heute jeder voll und ganz bei der Sache sein. Dafür werden sie schon sorgen.


 





Kennst du die Spieldaten der zweiten Qualifikationsrunde?


 





Ja, es müsste der 16. und der 23. Juli sein. Natürlich haben wir uns das Resultat der Partie zwischen Sheriff Tiraspol und Odd Grenland angeschaut. Uns bietet sich die Chance, möglicherweise in der zweiten Runde nach Norwegen zu fliegen, wir haben es in der eigenen Hand.


 





Nichts zu verlieren EUROPA LEAGUE


Shamrock Rovers - Progrès


Nach dem 0:0 im Hinspiel in der ersten Qualifikationsrunde der Europa League gegen Shamrock Rovers ist Progrès Niederkorn fest gewillt, die sich heute Abend (ab 21.00 Uhr MEZ) bietende Chance zum Weiterkommen zu nutzen. In Runde zwei könnten die Norweger von Odd Greenland (3:0-Sieger im Hinspiel gegen Sheriff Tiraspol) warten.

 







Trainer Olivier Ciancanelli will seinem Team daher bewusst nicht seine Stärke nehmen, die da wäre: „Wir dürfen uns nicht zu viel Druck machen. Wir sind ein spielerisches Team, das ist unsere Stärke. Wir wollen auf keinen Fall hier ausscheiden und uns nachher den Vorwurf gefallen lassen, dass wir uns unserer eigenen Stärke beraubt haben.“ Das primäre Ziel lautet daher auch ganz klar: „Wir müssen egal wie ein Tor erzielen. Das wird schon schwer genug; sie werden diesmal bestimmt versuchen, uns in den ersten 30 Minuten zu überrennen. Weshalb ihnen das im Hinspiel nicht gelang, kann ich nicht beantworten. Vielleicht lag es auch an den Temperaturen.“ Eine gegnerische Schwäche hat Ciancanelli im Hinspiel auch ausgemacht, nämlich, „dass wenn (Simon) Madden aus der Verteidigung mit aufrückt, sich uns eine Autobahn dort auftut. Da müssen wir versuchen, den richtigen Weg zu finden“. Der Wunsch, die Hoffnung, Geschichte zu schreiben, ist allgegenwärtig. „Wie sagte unser Präsident (Fabio Marochi) auf der Fahrt zum Flughafen: Im Hinspiel haben wir es fertiggebracht, erstmals ein Spiel im Europapokal nicht zu verlieren. Daran müssen wir glauben.“ Ein Wunschresultat hat Olivier Ciancanelli daher auch schon parat: „Ein 1:1.“ Was zum Weiterkommen reichen würde ... CJ


 







Kurz und knapp


 







49 Mann an Bord


ANREISE


Neben den 25 Spielern, drei Trainern, einem Arzt, einem „Kiné“, dem Präsidenten sowie dem Manager und dessen Sohn Milan, zwei Delegierten, drei Journalisten haben u.a. auch noch eine Kamerafrau (siehe separate Notiz) sowie neun Mitglieder die Reise in die irische Hauptstadt mit angetreten.


 







Alles wird gefilmt 


KAMERAFRAU


 







Um 33 Jahre nach seinem letzten Europapokalauftritt auch wirklich nichts zu verpassen, hatte der Progrès gestern Nora Bohler mit an Bord. Die junge Frau hält mit ihrer Kamera praktisch jeden Schritt und Tritt der Niederkorner Delegation im Bild fest. Hoffentlich wird sie morgen Abend auch einige Jubelszenen filmen können.


 







Kapitän Bouzid


ERSATZ GEFUNDEN


 







Wer trägt diese Saison beim Progrès die Kapitänsbinde? Diese Frage ist definitiv noch nicht geklärt, wird es aber in Kürze. Wer allerdings heute Abend mit der Binde auflaufen wird, steht fest, nämlich Ismael Bouzid der somit Jonathan Rigo (trug am vergangenen Dienstag im Hinspiel gegen Shamrock noch die Binde ehe er verletzungsbedingt ausschied und David Soares zum Spielführer wurde) beerbt. Soares konnte berufsbedingt die Reise zum Rückspiel nicht mit antreten.


 







Abkühlung


TEMPERATUREN


 







Schwitzen gehörte in unseren Gefilden in den vergangenen Tagen zur Gewohnheit, so musste man sich in Dublin erst mal wieder an deutlich kühlere Temperaturen gewöhnen. Leichter Regen, eine erfrischende Brise sowie Temperaturen um die 16 Grad wurden von so manchem wie eine Wohltat empfunden.


 







HEUTE


21.00 


Shamrock Rovers: Hyland, Murphy - Byrne, Kenna, O’Connor, Blanchard, Webster, Madden, Clancy, G. Brennan, R. Brennan, Cregg, Fahey, Miele, Kavanagh, McPhail, McCabe, North, Waters, Drennan, McCaffrey Trainer: Pat Fenlon Progrès Niederkorn: Flauss, Machado - Balsas, Barnabo, Bertemes, Bossi, Bouzid, Cassan, Cunha, Dog, Fabbro, Farrajotta, Ferino, Fiorani, Garos, Lehnen, Marcelino, Marinelli, Menaï, Poinsignon, Rossini, Rougeaux, Silva Cabral, O. Thill, S. Thill Es fehlen: Rigo, Soares, Ramdedovic, Castellani Trainer: Oliver Ciancanelli Schiedsrichter: Ouschan - Winsauer, Kolbitsch (alle AUT) H



 





 





 





 





 





 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

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