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Drei wichtige Punkte für den Fusionsclub im Nachbarschaftsduell - 04.05.2015

„Wenn wir die drei nächsten Begegnungen gewinnen, werden wir kommende Saison europäisch sein. Wenn nicht, ...“. Olivier Ciancanelli ließ seine Aussage nach der 1:2-Niederlage des Tabellenvierten Niederkorn im Auswärtsspiel bei UN Käerjéng unvollendet. Der Gästetrainer wollte aber nichts von irgendwelchem Druck hören: „Die erste Halbzeit war wohl die schlechteste, die wir in dieser Saison gespielt haben. Und daran trugen wir ganz alleine die Schuld.“





Niederkorn war nach dem Seitenwechsel zwar ambitiös aufs Feld zurückgekehrt, die Tore schossen aber die Hausherren. Dabei nutzten sie die Fehler der Gäste schonungslos aus. Nach einem Ballverlust von Garos unweit der eigenen Strafraumgrenze nutzte Pereira die sich bietende Chance, um zur Führung einzuschießen (47.'). Und 9' später traf Fiorani zum 2:0, als Cassan den Ball in der gegnerischen Hälfte verlor und Skenderovic den aufgerückten Verteidiger perfekt in den freien Raum anspielte.



Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient. Sieht man von den ersten 45' ab, in denen beide Mannschaften Fußball zum Abgewöhnen boten, waren die Hausherren die aggressivere Elf. „Unser Plan ging auf“, beglückwünschte sich Angelo Fiorucci. Der Coach von Käerjéng bedauerte aber, dass seine Mannschaft den Gegner selbst wieder ins Spiel brachte. „Da waren wir zu verspielt, zu unerfahren.“ Und so traf der eingewechselte Poinsignon rund eine Viertelstunde vor dem Abpfiff fast wie aus dem Nichts heraus mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:2.





Progrès offensiv schwach



Richtig spannend wurde es allerdings auch nach dem 1:2 nicht. Niederkorn warf zwar alles nach vorne, konnte sich aber keine Torchancen erspielen. Die beste Gelegenheit war noch ein Schuss von Thill, der aber erst so richtig gefährlich wurde, weil er von einem Verteidiger der Lokalelf abgefälscht worden war (84.'). Gegen die vielbeinige Abwehr des Gegners, der sich in den letzten 10' im eigenen Strafraum einigelte, war kein Durchkommen. Es fehlte an zündenden Ideen. Und am Ende lief die Zeit davon. Käerjéng konnte nach 90' jubeln. Ein Erfolg, der aufgrund der kämpferischen Leistung der Hausherren, vor allem nach der Pause, in Ordnung geht.



„Wir haben es versäumt, die Entscheidung in der ersten Halbzeit vorzubereiten. Wir hätten den Gegner zu diesem Zeitpunkt vermehrt unter Druck setzen müssen. Dann hätte er in der Schlussphase größere Probleme bekommen. Physisch und mental wäre er müder gewesen“, analysierte Ciancanelli weiter. Sein Gegenüber Fiorucci freute sich, dass bei seiner Elf nach einem Tief wieder ein Hoch gefolgt ist. „Wenn wir nur wüssten, wie wir diese Achterbahn beenden könnten“, zeigte er sich nach dem Schlusspfiff zwar glücklich, aber gleichzeitig nachdenklich.




Luxemburger Wort vom Montag, 4. Mai 2015

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