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Der Derbysieger heißt Differdingen - 19.03.2015

 Mit einem 2:1-Auswärtserfolg unterstrich Differdingen im gestrigen Lokalderby gegen Niederkorn seine Ansprüche auf einen internationalen Startplatz.  


Mit einem 2:1-Auswärtserfolg unterstrich Differdingen im gestrigen Lokalderby gegen Niederkorn seine Ansprüche auf einen internationalen Startplatz.




Nach einem starken Beginn, der auch mit dem Führungstreffer belohnt wurde, brachte sich der FC Progrès schließlich selbst mit zwei vermeidbaren Gegentreffern auf die Verliererstraße. „Es ist sehr ärgerlich, dass wir dieses Spiel verloren haben, denn es war deutlich mehr möglich für uns“, bedauerte Progrès-Trainer Olivier Ciancanelli vor allem die beiden Gegentore in der ersten Spielhälfte.



In der schwungvollen Anfangsphase fädelte der FC Progrès die ersten Angriffe ein. Bossi (6.') und Menaï (8.') gaben Distanzschüsse ab, welche das Differdinger Tor nicht in Gefahr brachten. Niederkorn startete wesentlich engagierter in die Partie als noch vor wenigen Tagen bei der Niederlage gegen Mondorf. Die Anfangsviertelstunde stand jedenfalls eindeutig im Zeichen der Platzherren. Die Differdinger sahen sich regelrecht in die Defensive gedrängt und hatten in der 13.' bei einem abgefälschten Versuch von Menaï das nötige Glück auf ihrer Seite. Und auch der anschließende Eckball ging nur knapp am Gästetor vorbei.



Differdingen erlaubte sich im Spielaufbau viele Ballverluste und hatte in der Defensive große Probleme mit den leichtfüßigen Progrès-Spielern. Der Führungstreffer der Heimmannschaft, der förmlich in der Luft lag, war in der 19.' perfekt. Poinsignon konnte sich zum wiederholten Mal über die linke Angriffsseite behaupten, bediente Menaï und dieser schloss zum 1:0 für Niederkorn ab. In dieser Phase deutete rein gar nichts auf einen schnellen Ausgleich der Differdinger hin. Wie aus heiterem Himmel stand es nach 25' aber 1:1. Bei einer scharfen Hereingabe von Yéyé – die Differdinger tauchten erstmals im gegnerischen Strafraum auf – unterlief Progrès-Kapitän Rigo ein unglückliches Eigentor. Der schmeichelhafte Ausgleichstreffer war so eine Art Weckruf für die Gäste. Plötzlich gab der Tabellendritte den Ton an und war nach rund einer halben Stunde Spielzeit dem Führungstreffer ziemlich nah. Zuerst setzte Méligner knapp am Ziel vorbei und dann scheiterte Er Rafik in idealer Position am aufmerksamen gegnerischen Schlussmann Castellani. Niederkorn erholte sich allmählich vom Schock des Ausgleichstreffers und so wurde der stimmungsvollen Kulisse ein ausgeglichenes und umkämpftes Derby geboten.



Als bereits alles auf ein leistungsgerechtes Unentschieden zur Pause hindeutete, versetzten die Differdinger den Gastgebern in der Nachspielzeit einen weiteren Nackenschlag. Nach Vorarbeit von Yéyé überwand Er Rafik Torwart Castellani mit einem Flachschuss.



Auch die zweite Hälfte begann temporeich. Die Platzherren versuchten mit allen Mitteln zum Ausgleich zu kommen, während die Gäste auf ihre Konterstärke setzten. Die rund 1 500 Zuschauer kamen jedenfalls auf ihre Kosten. „Wir benötigten eine lange Anlaufphase und kamen erst nach dem Ausgleich besser auf. Insgesamt muss man sagen, dass wir in diesem Derby das nötige Glück auf unserer Seite hatten“, gab der Differdinger Trainer Marc Thomé nach Spielschluss zu.



Weber mit Glanzparade



In der 59.' hatten die Progrès-Anhänger den Torschrei auf den Lippen, aber der Differdinger Keeper Weber tischte bei einem Freistoß von Thill eine Glanzparade auf. Kurz später stand Thill erneut im Mittelpunkt, aber der Niederkorner brachte ein ideales Zuspiel von Menaï wieder nicht an Weber vorbei.



Bei Niederkorn setzte Trainer Olivier Ciancanelli mit der Einwechslung des angeschlagenen Offensivspielers Rougeaux alles auf eine Karte. Die Bemühungen des FC Progrès blieben allerdings erfolglos und die Gäste aus Differdingen durften nach 90' über den zweiten Derbyerfolg der Saison jubeln.




Luxemburger Wort vom Donnerstag, 19. März 2015 

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