news

Die "Fünf-Minuten-Einlage" des Progrès - 06.10.2014

Progrès Niederkorn - CS Grevenmacher 6:0 (1:0)


FUSSBALL - Im Fußballkann es schnell gehen – diese Weisheit bewahrheitete sich auch gestern in Niederkorn. Nach einer schwachenersten Hälfte verpasstenCassan und Menaï demCSG binnen fünf Minuteneine gehörige Pracht Prügel.



Die vom Papier her favorisierten Lokalherren haben es dank dreier schneller Treffer nach der Pause geschafft, sich gegen eine ideenlose Grevenmacher Elf durchzusetzen. Zwar war Progrès in puncto Ballbesitz und gewonnenen Zweikämpfen im Mittelfeld tonangebend, doch lange reichte dies nicht zu Zählbarem gegen die defensiv ausgestellten Gäste. Die Führung erzielte Cassan nach 32 Minuten, doch bis zur Pause gelang es den Schwarz-Gelben nicht, ihre Möglichkeiten im gegnerischen Tor unterzubringen.



Kaum war die Elf von Trainer Olivier Ciancanelli allerdings aus der Kabine zurück, kam es binnen fünf Minuten knüppeldick für Schaab und Co. Nach Cassan (51.) verspeiste Menaï (53., 56.) den komplett überforderten CSG. Sogar den ansonsten stimmgewaltigen „Moselexpress“-Fans hatte es die Sprache verschlagen.



Die erste Hälfte entpuppte sich demnach als alles andere als ein Highlight. Es sollte mehr als eine Viertelstunde dauern, ehe Bossi das erste Mal für Gefahr vor dem Grevenmacher Tor sorgte. Doch seine Flanke fand keinen Abnehmer im Strafraum. Auch ein Zuspiel von Cassan auf Bossi, der zu Menaï verlängerte, endete als harmloses Strohfeuer. Das einzige Mal, dass sich der CSG überhaupt vor Progrès-Keeper Castellani präsentierte, war in der 29. – und dass ausgerechnet ein Mitspieler von Dervisevic dessen Schuss entschärfte, ein Zeichen. So stand auch die alleinige Spitze Kitenge öfters da wie bestellt, aber nicht abgeholt.



Wer dachte, Progrès würde es ab der vollen Spielstunde, mit einer 4:0-Führung im Rücken, gelassener angehen, der irrte. So stürmten Cassan und Co. weiter. Den Treffer von Bossi in der 70. hätte ebenso einer seiner zwei freistehenden Teamkollegen vor dem komplett alleingelassenen Schaab erzielen können. Auch Menaï lag der Ball zu einem weiteren Treffer in der 88. noch einmal auf dem Fuß. Besser machte es Soares in der Schlussminute, als er zum 6:0-Einstand einnetzte. Demnach ein absolut verdienter Heimsieg, entstanden aus Geduld und einer massiven Portion Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor.



Trainerstimmen



Olivier Ciancanelli (Progrès): „Wir wussten, dass der CS Grevenmacher hierherkommen würde, um Punkte einzufahren. Deshalb haben wir nicht gleich wie die Feuerwehr losgelegt, sondern konzentriert begonnen. Wichtig war für mich auch, dass wir dieses Mal kein Gegentor kassiert haben. Ich denke, dass solche Leistungen die Leute freuen, wieder nach Niederkorn zu kommen.“



Jacques Muller (CSG): „Binnen zehn Minuten haben wir uns hier selbst das Spiel getötet, dies durch krasse individuelle Fehler. Wir standen in der ersten Hälfte gut und wollten die zweite etwas höher angehen. Es ist frustrierend. Während der Woche haben wir gut gearbeitet, aber solche Leistungen abzuliefern, das darf nicht sein.“


Powered by azurCMS