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"Wenn's bei Er Rafik läuft ..." - 15.09.2014

Déifferdeng 03 fuhr gestern einen verdienten 3:1-Derbysieg gegen den Nachbarn aus Niederkorn ein. Zwar lieferte der zu diesem Zeitpunkt noch alleinige Tabellenführer Progrès eine starke erste Hälfte ab, doch im  zweiten Durchgang fehlte die Kraft, nachzulegen. Und wieder einmal war es Omar Er Rafik, der die Rotjacken auf die Siegerstraße brachte.



Hoch effizient zeigte sich dagegen vor über 1.300 Zuschauern die Elf von Marc Thomé. Die beiden einzigen ernst zu nehmenden Chancen des ersten Durchgangs verwandelte sein Team in Tore. Sowohl Er Rafik als auch Ribeiro münzten die spärlichen D03-Gelegenheiten in Treffer um. In der zweiten Hälfte  bedeutete ein bitterer Fehler von Ferino und Castellani das Ende aller Progrès-Träume. Dabei hatte  Niederkorn bereits früh vorgelegt: Es waren nicht einmal drei Minuten in Differdingen gespielt, als  Neuzugang Pierre Zimmer von einer undurchsichtigen Strafraumaktion profitierte und den Ball über die Linie schob. Es dauerte fast 20 Minuten, ehe sich die Hausherren von diesem Schock erholt hatten. Ein Alleingang von Er Rafik blieb ohne Folgen, da der Angreifer von Lehnen gestoppt wurde. Stattdessen dominierte der Progrès weiter und drückte den Gegner in die eigene Hälfte. Ein weiterer Treffer lag in der Luft, doch das Abseitstor von Rougeaux (21.) wurde aberkannt. Im Gegenzug war es wieder Er Rafik  bis dahin der auffälligste Akteur bei Déifferdeng 03 –, der für den Ausgleich sorgte: Nach einem weiteren Sololauf des Stürmers zappelte das Netz hinter dem Niederkorner Schlussmann Castellani. Und auch für eine zweite Unachtsamkeit wurde Progrès eiskalt bestraft: Nach einem Zuspiel von Jänisch auf Caron tischte Ribeiro seinen allerbesten Zauberfußball auf und netzte drei Minuten vor der Pause per Fallrückzieher ein. Nach dem Dreh war der Vorwärtsdrang der Gäste verflogen. Ohnehin bedeutete ein unglücklicher – aber auch dummer – Fehler von Ferino und Castellani das Ende für die Siegesträume der Ciancanelli- Elf: Einem Rückpass im Strafraum folgte ein Freistoß, bei dem Caron, trotz 22 Füßen seiner Gegenspieler auf der Linie, das Loch zum 3:1 fand. Der Europapokalteilnehmer präsentierte sich fortan von seiner besten Seite und schickte noch nacheinander Er Rafik, Luisi und sogar Verteidiger Siebenaler (83.).





Trainerstimmen

Marc Thomé (D03):



„Aufgrund unserer zweiten Hälfte geht dieser Sieg in Ordnung. Ich habe das System nach der Pause etwas umgestellt, mit zwei Sechsern. Wir lagen bereits nach drei Minuten im Rückstand, ein weiteres Abseitstor wurde aberkannt. Sie waren zu diesem Moment die deutlich bessere Elf. Aber da viele Neuzugänge und Spieler im Einsatz waren, die ihr erstes Spiel bestritten, waren sie in der zweiten

Hälfte physisch ausgelaugt. Das habe ich meinen Spielern in der Pause auch so gesagt. Und sowieso

ist es wie immer: 'Quand Omar marche, le D03 marche.'“



Olivier Ciancanelli (Progrès): „Sie haben unsere Fehler eiskalt ausgenutzt. Ihr erster langer Ball endete mit einem Tor, beim zweiten haben wir nicht aufgepasst. Beim dritten Tor müssen wir uns beim Schiedsrichter bedanken ... Unser Torhüter wollte den Ball klar mit dem Fuß spielen. Insgesamt geht der Differdinger Sieg aufgrund der zweiten Hälfte aber ganz klar in Ordnung.“


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